Google bestraft Websites, die nicht mobile friendly sind

Google bestraft Websites, die nicht mobile friendly sind

Was sich schon früher erahnen ließ, ist nun Gewissheit. Google „bestraft“ Webseiten, die nicht bereit sind für das mobile Internet. Am 21. April änderte der Konzern seinen Such-Algorithmus. Die Suche auf mobilen Geräte wurde dabei grundlegend verändert. Soll Ihre Website künftig noch mobil gefunden werden, besteht also spätestens jetzt ein akuter Handlungsbedarf.

Was ist passiert? Und warum sollten Sie jetzt aktiv werden?

Immer mehr Menschen nutzen Smartphones oder Tablets für das Surfen im Internet. Das Nutzungsverhalten hat sich mit iPhone & Co. massiv verändert. Der Anteil der mobilen Geräte am gesamten Netz-Traffic liegt schon jetzt weit über 20 Prozent. Viel zu viele Websites sind allerdings veraltet und nicht darauf vorbereitet. Das heißt: Sie werden mobil nicht optimal dargestellt. Die Schrift ist zu klein, Links sind kaum zu klicken oder liegen zu nah beieinander und die Navigation wird eher zum Glücksspiel. Oder zum Ärgernis.

Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck

Ist ein Website-Besucher unzufrieden, verzichtet schnell auf die gesuchte Information oder springt sofort nach Seitenaufruf wieder ab. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Nutzer in den ersten 4-5 Sekunden entscheiden, ob sie auf einer Webseite bleiben und weitersurfen – oder darauf verzichten, sich mit schlecht aufbereiteten Inhalten herumzuplagen. Es zählt zweifelsohne der erste Eindruck.

Jetzt kommt Google ins Spiel

Und zwar nicht unbedingt als Spielverderber. Es geht einfach darum, dass den Nutzern das Aufrufen eher nerviger Seiten erspart werden soll. Nervtötend in einem ganz bestimmten Sinn: Webseiten, die nicht responsive sind, sollen bei der Suche gar nicht erst ganz oben im Suchergebnis erscheinen. Für mobile Internet-Nutzer hat das Vorteile. Für Ihr Unternehmen, Ihren Verband oder Ihre Vereinsseite bedeutet das: akuter Handlungsdruck. Zwar soll der “Mobile-Friendly”-Algorithmus ausschließlich Einfluss auf Suchergebnisse in Googles mobiler Suche haben, doch dieser Anteil soll mittlerweile schon bei rund 50 Prozent aller Suchanfragen liegen.

Blogpost von Google zu den Änderungen und zum Thema „mobile-friendliness“

„Starting April 21, we will be expanding our use of mobile-friendliness as a ranking signal. This change will affect mobile searches in all languages worldwide and will have a significant impact in our search results. Consequently, users will find it easier to get relevant, high quality search results that are optimized for their devices.“

Die Ankündigung ist unmissverständlich. Wenn „mobile-friendliness“ als Ranking-Faktor eingeführt wird, dann werden automatisch nicht optimierte Webseiten schlechter bewertet. Hier der Link zum entsprechenden Blogbeitrag von Google.

Wenig Smartphone-Nutzer? Das Argument hilft nicht

Auch wer eher wenige Smartphone-Nutzer hat, sollte nicht untätig sein. Denn vielleicht sind die Besucherzahlen aus dieser Richtung auch gerade wegen einer mangelhaften Darstellung auf mobile Devices geringer? Zudem sorgt der neue Google-Algorithmus dafür, dass sich ab April immer weniger Erstbesucher mobil auf Ihre Seite verirren. Im Ergebnis kann dies auch zu einem klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz werden, die plötzlich leichter gefunden werden kann. Auch Auswirkungen auf die Desktopsuche sind mehr als wahrscheinlich: Ein verändertes Nutzerverhalten wird vermutlich auch Auswirkungen auch auf die normale Google-Suche haben.

Was ist zu tun? Prüfen Sie Ihre Website mit dem Google-Tool!

Für die Überprüfung Ihrer Website auf „mobile friendliness“ können Sie ein von Google zur Verfügung gestelltes Tool nutzen: https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/

Die Gretchenfrage: Nachbessern oder Relaunch?

Das nachträgliche Anpassen einer Website kann unter Umständen einen größeren Aufwand bedeuten. Um hier die Entscheidung zu treffen, ob ein Nachbessern sinnvoll ist oder nicht eher ein Relaunch der Seite angebracht wäre, müssen neben „mobile friendliness“ noch zahlreiche andere Faktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören die Suchmaschinenoptmierung (SEO) ebenso wie ein Blick auf Design, User Experience und Usability. Vielleicht ist es auch einfach die willkommene Gelegenheit, um eine verstaubte Website endlich auf den neuesten Stand zu bringen.

Unser Service: Web-Check und Analyse Ihres Internet-Auftritts

Wenn das Design Ihrer Webseite nicht professionell und ansprechend ist, haben Sie online kaum eine reelle Chance. Ihre Webseite sollte klar, ausgewogen, funktional, informativ und ansprechend sein. Das sind gewiss Binsenweisheiten – aber auch die müssen befolgt werden. Die Experten der Universum AG führen für Sie einen kostenlosen und unverbindlichen Web-Check durch. Und wir legen Ihnen im Detail vor, welche Maßnahmen kurz- und mittelfristig sinnvoll sind. Sprechen Sie uns an. Per Mail info@universum.com oder einfach anrufen unter +49 (0) 30 / 28 87 72 – 0.

Hintergrundwissen: responsive Webdesign

Responsive Webdesign bedeutet im übertragenen Sinne nur „reagierendes Webdesign“. Bei einer responsiven Webseite werden Funktionen, Design und der Inhalt optimiert für das Gerät ausgegeben, mit dem auf die Webseite zugegriffen wird. Ein Inhalt passt sich automatisch dem jeweiligen Display des verwendeten Desktops, Tablets oder Smartphones an. Der strukturelle Aufbau reagiert also auf und korrespondiert mit dem mobilen Endgerät. Responsive Webdesign folgt somit dem Kommunikationsverhalten des Nutzers. Die Experten der Universum AG beraten Sie gerne weitergehend zu Themen wir responsive Design, User Experience und Usability.

Veröffentlicht von

Lars Bachmann

Lars Bachmann

Senior Consultant, Papa von Juna